Leistungsspektrum
Übersicht
- Psychotherapeutische Sprechstunde
- Probatorische Gespräche
- Psychosomatische Sprechstunde und Behandlung
- (Akut-/Kurz-/Langzeit-)Psychotherapie in tiefenpsychologisch fundierter Ausrichtung (Richtlinien-Psychotherapie)
- Videosprechstunden, Wochenendsprechstunden, Sprechzeiten für Berufstätige
- Gruppenpsychotherapie (tiefenpsychologisch-interaktionell)
- Psychopharmakotherapie (Medikamente)
- Alle Kassen
- Paartherapie
Psychosomatische Medizin
Die Psychosomatische Medizin mit ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise und Herangehensweise entspricht meiner Auffassung des Menschen. Seit jeher gehört die Beachtung der seelischen Verfassung und des sozialen Umfelds seines Patienten zum Selbstverständnis des Arztes, seelische Behandlung in allgemeiner Form ist immer fester Bestandteil ärztlichen Handelns gewesen. Auch ist es niemals ein Entweder-oder, weder in der Krankheit noch in der Gesundheit. Das Zusammenspiel und Wechselspiel biologischer, psychischer und sozialer Aspekte (biopsychosoziales Modell) machen gerade den Menschen so interessant und vielfältig einerseits, als auch differenziert und manchmal scheinbar unverständlich andererseits, aber auf jeden Fall einzigartig in jeder Hinsicht. Die erhöhte Aufmerksamkeit für die technische Entwicklung in der Medizin hat die Beachtung der psychosomatischen Seite ärztlicher Behandlung vorübergehend in den Hintergrund treten lassen.
Die Psychosomatische Medizin ist ein interdisziplinäres Fachgebiet im Sinne des biopsychosozialen Modells und liefert heute als wissenschaftlich fundierte Psychosomatik das Handwerkszeug für kausale Behandlungen psychogener Störungen und psychosomatischer Erkrankungen. Im biopsychosozialen Modell tragen sowohl biologische als auch psychosoziale und kulturelle Faktoren zur Prädisposition, zum Beginn und zum Verlauf einer Erkrankung bei. Insbesondere wird bei dieser Betrachtung auch das Verhalten der Leidenden verständlicher, warum und wie sich die Betroffenen als Patient*innen präsentieren. Die psychischen Fähigkeiten und Reaktionsweisen von Menschen in Bezug auf Gesundheit und Krankheit in ihrer Eigenart und Verflechtung mit körperlichen Vorgängen und sozialen Lebensbedingungen werden betrachtet. Seelische Belastungen, Lebenskrisen oder traumatische Erfahrungen können körperliche Beschwerden auslösen und/oder verstärken. Körperliche Erkrankungen bzw. Beschwerden können die Psyche stark belasten. Die Psychosomatische Medizin ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Krankheiten, die im Zusammenspiel von Körper, Seele und sozialen Faktoren entstehen oder aufrechterhalten werden. Dies sind zum Beispiel:
- Erkrankungen, die als Folge von Stress oder Belastungen entstehen oder schlimmer werden, beispielsweise Herzinfarkt, hoher Blutdruck, Spannungskopfschmerz, Reizdarmsyndrom
- Psychische, häufig stressassoziierte Erkrankungen, die sich primär in körperlichen Symptomen zeigen, beispielsweise Panikanfälle, Fibromyalgiesyndrom und Tinnitus
- Körperliche Erkrankungen, die in der Folge zu belastenden Ängsten oder Depressionen führen können, beispielsweise Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen
- Essstörungen wie Anorexie, Bulimie oder wiederholte Essanfälle
- Chronische Schmerzen, die sich durch Stress oder eine gedrückte Stimmung verschlechtern
In den Sprechstunden und Behandlungen, die ich anbiete, ist mein Anliegen die Relevanz körperlicher und psychischer Beiträge zum Krankheitsbild einzuschätzen und mich ggf. mit anderen Fachkollegen abzusprechen. Das heißt nach der Diagnostik werden mit dem Patienten unter Einbezug seiner Lebensgeschichte und vor dem Hintergrund seiner aktuellen Lebenssituation ein Erklärungs- und ein Behandlungsmodell erstellt. So erfolgt entweder die Zuweisung zu einer weitergehenden notwendigen somatischen Diagnostik oder dem Patienten wird nach Erläuterungen und Vermittlung der Wechselwirkungen zwischen Psycho- (Psyche) und -somatik (Körper) eine Psychotherapie (Einzel- oder Gruppenpsychotherapie) empfohlen. In vielen Fällen kann auch beides notwendig und indiziert sein. In einigen Fällen kann eine Akutbehandlung ausreichend sein oder eine psychosomatische Behandlung ohne Psychotherapie zielführend sein.
Mit der Sprechstunde biete ich einen niedrigschwelligen Zugang für primäre Simultandiagnostik (biomedizinisch-organisch und psychosozial) im Sinne eines integrierten Konzepts. Auch wenn bei einem primär biomedizinischen Facharzt in der psychosozialen Anamnese ein Risikoprofil erhoben wird, kann an mich verwiesen werden.
Ein wichtiger Baustein in der Therapie psychischer Erkrankungen können heutzutage Medikamente, so genannte Psychopharmaka, sein. Auch gehört die medikamentöse Behandlung im Sinne einer Psychopharmakotherapie zu meinem Spektrum.
Bei Bedarf wende ich psychodiagnostische Testverfahren an.
Psychotherapie
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie beruht auf der Erkenntnis, dass in der Kindheit entstandene und heute unbewusst (weiter) wirksame Konflikte und Prozesse das Erleben und Verhalten eines Menschen entscheidend beeinflussen und oft zu seelischen und körperlichen Symptomen führen können. Im Zentrum der Behandlung stehen der aktuelle Konflikt und die akut im Lebensumfeld wirksamen Beziehungsmuster, die im Rahmen der Therapie gemeinsam betrachtet und, wenn nötig, bearbeitet werden können. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wird in der Regel mit einer Wochenstunde durchgeführt.Ich biete neben der Richtlinienpsychotherapie im Sinne von Kurzzeittherapie und Langzeittherapien in tiefenpsychologisch orientierter Richtung, auch entsprechend Psychotherapeutische Sprechstunden sowie Akutbehandlungen an. Die Psychotherapeutische Sprechstunde dient einer ersten diagnostischen Abklärung und Einschätzung. Die Akutbehandlung ist ausgerichtet auf eine kurzfristige Besserung. Die sogenannten Probatorischen Gespräche gehen regelhaft einer Kurzzeit- oder Langzeittherapie voraus.
In der psychotherapeutischen Versorgung ist die Gruppenpsychotherapie eine mittlerweile unverzichtbare Option. Sie besteht aus Teilnehmenden mit unterschiedlichen Beschwerden und kann eine wirksame Alternative oder Ergänzung zur Einzeltherapie sein. Die Ausrichtung der Gruppenpsychotherapie ist tiefenpsychologisch-interaktionell und ist auf 7 Teilnehmende begrenzt. Eine Gruppenpsychotherapie wird von den Krankenkassen übernommen.
Im Gegensatz zu Einzel- und Gruppenpsychotherapie werden die Kosten für eine Paartherapie nicht von der Krankenkasse/Beihilfe übernommen, fällt prinzipiell nicht in den Leistungskatalog von Krankenkassen, da sie keine sogenannte ‚Heilbehandlung‘ darstellt. Das gilt sowohl für gesetzliche, als auch für private Krankenkassen. Das heißt, dass Sie das Honorar selbst zahlen müssen. Die Abrechnung erfolgt in Anlehnung an die Gebührenordnung für Ärzte und Psychotherapeuten (GOÄ). Das Honorar für eine 50-minütige Sitzung beträgt 150,00 €, für eine 90-minütige Sitzung 200,00 €.
Diese Ausgaben können Sie allerdings in vielen Fällen gemäß § 33 EstG unter ‚außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art‘ steuerlich absetzen.